Viele Farben

15/05/2010

helfen, mir zumindest, etwas über diese schrecklich grauen, verregneten und saukalten (woher nahm ich nur den Mut, vor vierzehn Tagen die Winterklamöttchen wegzuräumen….) Tage hinweg. Wollen Sie auch etwas davon haben? Bitte sehr, ein kleiner Blick auf meinen Arbeitstisch, auf dem die Stücke meiner derzeitigen Projekte liegen:

Nun, „in echt“ noch viiiiel farbenflashiger!!!! Ich hätte nur gerne etwas mehr Zeit zum Arbeiten, die Bübchen torpedieren natürlich meine Projekte nach Kräften, so daß ich um jede Minute an der Nähmaschine kämpfen muß, um wieder ein Stück voranzukommen. Seufz. Nächste Woche wird es hoffentlich  besser, wenn Mittel und Groß wieder in den Kindergarten gehen, und Klein  ein paar gute Stunden am Vormittag hat, und etwas für sich spielt.

Außer wegen dem Wetter vor mich hinzugrummeln habe ich heute vor mich hingeputzt, denn das kommt hier in der letzten Zeit immer etwas zu kurz, und ich hatte  das Gefühl, in Schmutz und Schmutzwäsche zu ertrinken und habe den Wischmop geschwungen und die Waschmaschine geplagt. Und nun bin ich platt, die Bude ist leidlich sauber (WARUM latschen Kinder immer dann, wenn man gerade mal naß gewischt hat, mit Drecklatschen durch das ganze Haus ??? Warum nicht dann, wenn es sowieso so dreckig ist, daß es gar nicht mehr auffallen würde??) und morgen ist wieder alles dahin….dann klebt wieder ein Kilo Zahnpasta im Waschbecken, der Schutzwäschekorb quillt wieder über (bei fünf Personen, die jeden Tag eine frische U-Hose anziehen gibt es 35 U-Hosen die Woche zu waschen…und genauso viele Paar Socken…. irgendwie viel…da wird mir langsam klar, woher die Dolomiten in der Waschküche kommen!) und im Flur zieht wieder die Wanderdüne durch…und wissen Sie was das Schlimmste an der ganzen Sache ist: Ich falle jedesmal wieder auf den Trick mit dem Dreck rein und sause wie ein kleines Putzteufelchen durch unsere Behausung, um für Glanz und Reinheit zu sorgen, freue mich, das alles sauber und wohl duftend ist, was dann für mich den Anlaß bietet, mich zufrieden seufzend in den Sessel sinken zu lassen, um die Ordnung und Sauberkeit zu genießen, nur um nach dem Moment des Augenschließens und wohligen Ausruhens aus dem Sessel hochzufahren, weil jemand aus der Küche brüllt: „Maaaama! Gerade eben ist ganz aus Versehen die Flasche Apfelsaft umgefallen und der Saft ist auf den Boden gelaufen! Und außerdem ist  aus Versehen die Schale mit den (trockenen) Cornflakes  hinterhergeflutscht und mitten in der Saftpfütze gelandet….!“ Grmpf! Ich hatte gerade eben doch den Boden liebevollst gefeudelt…WARUM?????

Nun, ich brauche Tee, heißen Tee, schließlich ist immer noch Winter, halt grüner statt weißer Winter, aber eben Winter weil kalt. Und eigenlich hätte ich gerne ein Radler, aber Radler trinke ich im Sommer, wenn es warm ist, und heute ist es definitiv nicht warm. Also Winter. Und Teezeit. Und dann Zeit, um mich in die warme Wintersteppdecke einzumummeln und Winterschlaf zu halten. Bis zum Sommer! Bis dahin, schlafen Sie gut!

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3 Antworten to “Viele Farben”

  1. Emily said

    Nächste Woche…. 20 Grad! Zeit, das Radler schon mal kalt zu stellen 😉

  2. Patricia said

    Schön beschrieben, diese Putz-Sisyphosarbeit. Ist bei uns ganz genau so – und ich könnte mich manchmal gar fürchterlich darüber aufregen, wenn da mit dreckigen Schuhen rumgelatscht wird, die Seife im Bad aus Versehen auf den Boden fällt und man die Schlieren mit 330 Feuchttüchern wegwischt und so weiter … aber irgendwie ist es ja letztendlich auch nur Dreck … ich grüß Sie ganz herzlich aus dem jetzt schon wieder nasskalten Ostwestfalen (vermutlich wird 2010 als Beginn der neuen Eiszeit in die Annalen eingehen …) – vielleicht sollte ich mir auch mal so schöne bunte Stoffe kaufen!?

    • paulaqu said

      Jaaaa, ich rege mich normalerweise auch nicht so sehr über Dreck auf, er ist eben immer sofort wieder da, und hier im Schwabenländle, und besonders auf dem Dorf, wird eben geschrubbt und gewienert was das Zeug hält, um den Verdienstorden als „Hausfrau des Jahres“ zu bekommen. Und ich bin hier halt eben „des Weib vom Schulmeister“ und bei uns siehts oft aus wie bei Pippi Langstrumpf….schlecht, schlecht, zumindest was den Hausfrauenverdienstorden angeht.
      Und so schön bunte Stoffen geben warm! Sie wärmen das Herz, welches sich erfreut und zur Not kann man sie auch noch um sich rumwickeln! Liebste Grüße in die Ferne, ich hoffe, die Lage bei Ihnen hat sich wieder etwas entspannt (ich habe heute morgen erst mit einer lieben Freundin telephoniert, die mir ähnliche Schreckensszenarien schilderte …bloß war das krampfende Kind das Älteste un hatte kein Fieber….komische Zeit gerade…)

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