Zu viele „Baustellen“!

19/05/2010

Zur Zeit habe ich den Kopf voll….leider nicht nur mit neuen, tollen, stoffigen Projekten, aber die schwirren auch noch  durch die Hirnwindungen. Der stinknormale Alltag fordert mich im Moment sehr, zu sehr, eigentlich bin ich gerade mal wieder an meiner persönlichen Grenze angelangt und linse in den Abgrund des Wahnsinns hinunter. Dabei versuche ich es auch zu belassen und springe immer wieder ein Stückchen zurück, damit mich der Strudel in die Tiefe nicht erwischt. Und was haben Sie nun ganz konkret, liebe Frau Q, wollen Sie  vielleicht gerne wissen?! Ich habe Alltag, Alltag mit einem zornigen Zweijährigen, einem zornigen Vierjährigen und einem alles-besser-wissenden Sechsjährigen. Zudem mache ich mir zig Gedanken wegen der demnächst beginnenden Sprachtherapie des Mittleren, welcher aus Prinzip nicht das machen möchte, was ich von ihm verlange, und es werden höchstwahrscheinlich, nein, GANZ SICHER viele Übungen für zu Hause anstehen…

Und dann läßt mich das Thema „Enuresis“ einfach nicht los…egal was wir mit dem größten Buben schon versucht haben, es funktioniert nicht. Und ich merke, daß ich allmählich aggresiv werde, wenn das Bett morgens schon wieder klatschnaß ist (jaaaa, ich weiß, daß er nichts dafür kann, aber ich bin inzwischen etwas angeekelt…). Und so bin ich heute morgen, in meiner Verzweiflung, während die Waschmaschine mit der Bettdecke des Bübchenbettes kämpfte, durch die unendlichen Weiten des www gesurft, um  weitere Informationen über das Thema zu sammeln, denn unserem Kinderdoc fällt außer „Klingelhose“ und Desmopressingabe nichts weiter dazu ein. Und dabei bin ich auf eine nett gemachte und relativ informative Seite gestoßen, wenn es interessiert, bitte sehr, klick! Mir schwirrt nun der Kopf noch mehr, ich weiß jetzt allerdings, daß ich noch ein paar mehr Informationen zusammentragen muß, ein paar Pläne erstellen sollte und auf die Mithilfe des Großen hoffen muß! Und selbst dann kann es möglich sein, daß die ganze Geschichte noch Jahre geht, bis der Körper es endlich schafft, nachts  die Urinproduktion zu regulieren…seufz! Und das Ganze setzt mir um so mehr zu, als daß ich beim mittleren Bübchen ähnliches nahen sehe…zudem ist er, laut Definition, nicht mal tagsüber „trocken“, denn er hat seeeehr oft eine angefeuchtete U-Hose…von nachts mal ganz zu schweigen….

Und als wir diese Woche immerhin mal zwei Stunden Sonne am Stück, ohne Regen, bei mollig warmen 13 Grad Celsius hatten, habe ich mich lemminggleich in unseren Garten gestürzt und angefangen wie wild Unkräuter zu jagen, um nach einiger Zeit festzustellen, daß das ganze ein wirklich hoffnungsloser Fall ist….eigentlich könnten wir hier gut einen Gärtner beschäftigen, damit dieser Garten Park nicht bis in zwei Jahren nur noch Urwald ist….ich kann nur Schadensbegrenzung leisten, mit allem anderen bin ich überfordert…es sei denn, ich verbringe ab jetzt mein gesamtes Leben draußen im Grünen Gartenreich. Aber das scheitert im Moment schon alleine an den Temperaturen (phuuu, noch schnell die Ausredenkurve gekratzt…). Nichtsdestotrotz werde ich die Jungs jetzt noch etwas rausbewegen, gut eingemummelt werden sie die Kälte schon überleben!

Aber zuvor noch ein kleiner Blick ins Atelier:

Jetzt sind jede Menge  kunterbunte Schmusetüchlein für kleine (oder große..) Menschlein fertig! Und das Material für die nächsten Projekte ist gestern auch schon eingetroffen!

Es gibt also viel zu tun hier! Ich tauch dann mal wieder ab!

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10 Antworten to “Zu viele „Baustellen“!”

  1. bienchen said

    Als ich klein war sollte ich auch eine Klingelhose tragen, gebracht hat es nichts, wenn es läuft dann läufts, und der Schrille Ton hat so sehr erschreckt das es weiterlief. Dann habe ich im Halbschlaf die Hose einfach aus gemacht, (Kappe drauf). Ich fand es ganz schrecklich. Dann lieber wieder Windeln tragen hatte ich mir damals gedacht. Wenn ich richtig gelesen habe ist er sechs Jahre alt, bei uns im Supermarkt gibt es auch Windeln für größere Kinder, vielleicht können dann alle mal eine Außzeit von dem Problem nehmen. Nicht das man es Ignorieren sollte, aber vielleicht erledigt es sich dann von selber. Mein Sohn (gerade 6) hat in letzter Zeit auch oft ins Bett gemacht, er hat selber sein Bett abgezogen, (ich habe gefragt ob er damit einverstanden ist).

  2. bienchen said

    ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung Ihrer Baustellen.

  3. Emily said

    Oh je oh je… ich kann für all die Baustellen nur herzlich die Daumen drücken und etwas Energie über die virtuelle Datenautobahn schicken!!

    Dazu sind die Kuscheltücher ganz zauberhaft.

    Ich wünsche alles Gute & viele liebe Grüße!

    • paulaqu said

      Ja, vielleicht sollte ich eines der Kuscheltücher schnappen und mich ins Bett verkriechen…vielleicht ist bis zum Aufstehen dann etwas Gras über alles gewachsen… 🙂

  4. Simone said

    Oh, mann. Das ist schon heftig. Ich würde auch -falls sich das große Kind nicht sträubt- schläunigst zu Windeln zurückkehren. Das entlastet nämlich schon mal und nimmt den Druck raus. In meiner Familie haben sämtliche Therapien auch die Klingelhose (die aber nicht also so furchtbar schrecklich empfunden wurde) nicht geholfen, letztlich brachte das hormonelle Nasenspray den Erfolg. Wichtig wäre sicherlich auch ein spezialisierter Kinderarzt. Ich wünsche viel Erfolg!
    Mein Dreijähriger kämpft ja auch sehr gegen mich an und meine Erkenntnis der vergangenen Woche (als ich mir schon Hilfe holen wollte): Wenn ich meinen Streß ablege, geht es schon mal wesentlich besser. Dazu dann noch ganz klare Ansagen und fürs Kind verständliche Alternativen und Konsequenzen und ich hatte zeitweise ein Lämmchen. Oder auch ganz kurze Rebellion. Ich hab mich vergangene Woche wirklich angestrengt und bin nicht laut geworden und es war so gut!
    Und noch die neugierige Frage: Was machen Sie mit dem ganzen genähten Zeug, liebe PaulaQ?

    • paulaqu said

      Tjaaaa, das ganze genähte Zeugs…da wirds noch spannend! Ich bin ja selbst schon ganz hibbelig, verraten kann ich aber noch nicht so richtig was…

  5. Patricia said

    Oh liebe PaulaQ, ich drücke Sie mal ganz doll! Ich kann verstehen, dass dieses Dauersorgen (und Dauerwaschen) an die Nerven geht. Und man kann als Mutter irgendwie auch nicht anders, als in einen Dauersorgemodus zu verfallen. Ich wünsch Ihnen die nötige Entspanntheit, das Problem anzugehen, und die Gelassenheit, Dinge aufzuschieben, einen geduldigeren und einfallsreicheren Kinderarzt und puste ganz viel Rückenwind auf die Alb!

    • paulaqu said

      Vielen lieben Dank! Das tut gut! Als Mutter ist man irgendwie oft eher unentspannt…ich hoffe, bei Ihnen kehrt allmählich wieder so etwas wie „Alltag“ ein und schicke zu später Stunde ein paar Grüße Richtung Norden!

  6. […] wegtupf*). Wenigstens sind dann alle unsere Kinder mit so einem Täschchen versorgt!! Die kleinen Schmusetüchlein sind wohl weitgehendst verkauft, aber zehn Schmusetüchlein auf ein halbes Jahr umgerechnet sind […]

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