„Für die Jahreszeit

29/07/2010

viel zu kalt!“ heißt es im Moment sicherlich in der Wettervorhersage im Radio. Aber ich weigere mich, diese anzuhören. Wenn man schon weiß, daß einen nur Negatives erwartet, sollte man es meiden, um einer möglichen Depression, in diesem Falle einer Sommer-Depression (gibt es diese Kategorie schon? sonst wird sie sicherlich spätestens im August 2010 eingeführt!), vorzubeugen. Bitte, wer hat die sch*** Kilmaerwärmung geklaut und versteckt? Ich fordere denjenigen auf, sie sofort und auf der Stelle wieder rauszurücken, damit auch alle etwas davon haben (die armen Älbler bemühen sich ja schließlich redlich darum, die globale Erderwärmung schnellstens voranzutreiben, indem sie sogar mit den Auto zum Nachbarn fahren! ), auch wir frierenden Gestalten oben auf dem Berg!

Aber genug wegen des Wetters gejammert. Hat ja auch positive Seiten, so ein bißchen naß und kühl. Die Pflanzen können sich von der Hitze und Trockenheit des langen Sommers erholen und nun zu einem neuerlichen Wachstumsschub ansetzen (insbesondere das Unkraut!). Und ich kann mich ruhigen Gewissens an die Nähmaschine setzen, regnet draußen ja sowieso und ich kann nicht im Garten arbeiten (und das Unkraut hat dieses Jahr mal wieder den Sieg davon getragen….für nächstes Jahr muß ich mir eine andere List ersinnen, um gegen es vorzugehen, wär doch gelacht, wenn ich es nicht doch eines schönen, warmen(!) Tages besiegen könnt!).

Und so habe ich diesem Stück giftgrünem, gut abgelagertem Sweatshirtstoff, etwas schwarz-weißem Vichykaro, Füllwatte und Stickgarn Leben eingenäht: Aber bitte nicht küssen, wir haben hier schon Prinzen in ausreichender Anzahl im Haus!

Jaaa, Sie haben es richtig erahnt: es soll ein Frosch sein. Er heißt „Herr Tannenbaum“ (nun, seine Körperform erinnert stark an einen solchen….) und die Bübchen streiten sich darum, wer dieses Stoffgetier haben darf…. Heute habe ich auch die Herbst-Winter-Pulli-Nähsaison gestartet. Die Jungs haben nichts mehr zum Anziehen. Das große Bübchen ist aus allem herausgewachsen und Kind zwei und drei haben in Pullis jetzt die gleiche Größe, und da reicht das vorhandene Material nicht mehr aus. Also muß Frau Q mal flugs ein paar Teilchen zuschneiden und zusammennähen (nicht daß sie das ungern tun würde…nein, nein…) und mit den gewünschten Aufbügelbildern versehen (das große Bübchen hat sich einen roten „London-Bus“ ausgesucht und die beiden kleinen wollen die Gespenster, auch wenn das mittlere Bübchen nicht so ganz zufrieden mit der Tatsache ist, daß diese nicht weiß, sondern blau sind….).

Morgen ist dann auch der letzte Tag Kindergarten, bevor die Kinderbetreuungseinrichtung für drei Wochen geschlossen ist. Wenn sich die Klimaerwärumung in den nächsten tagen finden läßt, und das Wetter einigermaßen erträglich ist, läßt sich die Tatsache, daß alle Kinder immer da sind, hoffentlich erträglich gestalten. Sollte es allerdings weiterhin regnen und kalt sein, werden sicherlich schon Mitte nächster Woche sämtliche im www erhältlichen Mandalas und Ausmalbilder aufgebraucht sein….und was dann?? Dann werden an den Legos die Noppen abespielt, sämtliche Traktoren und Bagger schrottreif gefahren und die Kleinteile des Play*mobils in die Ritzen des Dielesnboden eingearbeitet. Und dann? Sind immer noch zwei Wochen Ferien übrig! Vielleicht noch ein bißchen den Webrahmen gequält (das große Bübchen zieht irgendwelche Wollfäden kreuz und quer durch die gespannten Fäden, meckert dann, daß das so nicht stimmt, und ich dann doch bitte den (richtig: die ) Fehler wieder rausmachen soll. In der Zwischenzweit hat sich das mittlere Kind den rosa Kamm, welcher eigentlich dazu gedacht ist, das Webgut zu kämmen, so in die Frisur einzuarbeiten, daß nur noch eine Schere helfen kann, und das jüngste Kind hat nebenbei sämtliche, ehemals zu hüschen Knäulen aufgewickelt, Wollreste zu einer großen Kordel verarbeitet, aus der es auch nur noch mit Hilfe der Schere befreit werden kann.  Und wenn ich mir das jetzt mal so genau überlege…ich glaube, MIR wird es die nächsten drei Wochen nicht langweilig. Aber falls Sie das Verlangen verspüren sollten, uns zu besuchen, bitte, gerne, ich freue mich!

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Eine Antwort to “„Für die Jahreszeit”

  1. […] Sie sich noch an Herrn Tannenbaum? Nun ja, jedenfalls hat er beschloßen, daß es an der Zeit für Nachwuchs ist, Sie wissen schon, […]

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