Extremsport…

16/09/2010

Heute morgen surfte ich schon früh auf der Welle des Alltagswahnsinns dahin….die Kinder waren sehr zeitig aufgestanden und das warf mich fast vom Board…

Und dann schwappte mir die Welle kurz etwas über den Kopf, ich klammerte mich mit weißen Knöcheln an meinem Brett fest und streckte den Kopf mit langem Hals nach oben, um noch Luft zu bekommen…

Wie es dazu kam? Das Telefon klingelte, ich spurtete hin, dachte, ein halbes Minütchen paßt noch in mein Zeitraster am Morgen… und dann war da der Gasmann am Apparat.

Gasmann (fröhlich): „Ja, Guten Morgen Frau Q! I hob gestern obend no die mäl griagt, daß Sie heut Ihr Gas griagn!“

FrauQ (stotternd): „Äh, ja!“ (denkend: Hm, heute morgen ist niemand zu Hause…)

Gasmann:“Jo, also guad! Der Behälter is jo frei zugänglich!“

FrauQ:“Äh, ja! Der steht ja im Garten….! (denkend: Urgs, sch****! Im Freien…im Garten….IN EINEM BRENNESSELFELD!  Da mag sich sicherlich nicht mal der Gasmann durchkämpfen, um an den den Tank zu gelangen……)

Gasmann:“Jo, also, wiederhörn dann!“

FrauQ: „Äh, ja, tschüß dann… .“

PLATSCH. Ich war abgestürzt. Wie sollte ich nur innerhalb von zehn Minuten, das war das maximal einzuräumende Zeitfenster, mal schnell ein Brennnesselfeld ummähen und am Ende noch rechtzeitig mit dem großen Bübchen zum Ergotherapie-Termin erscheinen, zwischendrin die beiden anderen Bübchen in ihren Betreuungseinrichtungen abliefern…keine Tasche, Trinkflasche, Schmusetuch etc. vergessen…?? Also, schnell im Strudel der Welle noch ein Ende des Boards gegriffen, wieder draufgeschwungen und los… am Ende waren wir tatsächlich noch rechtzeitig zum Termin da, obwohl sich die Aberntung des Brennesselfeldes  schwieriger als gedacht rausstellte, da ich im Frühjahr  einen nicht mehr benötigten Gartenzaun (*hüstel*) hinter dem Gastank zwischengelagert hatte, welcher aber dank des Unkrauts unsichtbar geworden war und sich erst wieder bemerkbar machte, als ich mich heute dort zu schaffen macht… Sie können sich vorstellen, daß ich heute schlimmer geflucht habe als es je sonst jemand  getan hat…

Und dann war ich wieder oben auf der Welle des Alltagswahnsinns unterwegs, yeah!

Aber das Ende vom Lied ist dies: unser Gastank ist immer noch so leer wie heute früh… die ganze Hektik umsonst. Morgen lasse ich mich im seichten Wasser im Schwimmreif treiben!

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5 Antworten to “Extremsport…”

  1. Patricia said

    Oh Gott, dieser ganz normale Alltagswahnsinn kann einen manchmal an den Rand des Nervenzusammenbruchs treiben, oder? Wobei ich immer denke, zu irgend etwas müssen diese Qualifikationen doch nützlich sein, à la kann ein ganzes Brennnesselfeld in 10 Minuten mähen … Gönnen Sie sich einen ruhigen Freitagmorgen!

    • paulaqu said

      Ich würde ja, wie Sie in ähnlicher Weise auch schon schrieben, vorzugsweise Mütter auf Managerposten setzen, denn niemand muß wohl gleichzeitig unter doch nicht geringem Druck so viele verschiedene Menschen und Tätigkeiten gleichzeitig koordinieren…
      Und nun ist es gleich „Kinderabholzeit“ und ich habe lediglich etwas auf der Bank erledigt, eingekauft und den Hausgang gefegt…

      • Emily said

        Genau das predige ich schon seit Ewigkeiten! Was macht denn Ihre Erkältung? Lassen Sie mich raten… keine Zeit dafür oder?

        Liebe Grüße ins Chaos!

        Emily

  2. paulaqu said

    Jaaaa, die Erkältung…die hält mit Sicherheit bis nächsten April vor…
    Grüßen Sie mir auch Ihren charmanten Reisebegleiter!

  3. Emily said

    Richte ich gern aus.

    Weiterhin eine gute Besserung!

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