Es ist ja nicht so,

01/02/2011

daß hier nichts los wäre, und ich somit nichts zu berichten hätte….aber irgendwie habe ich im Moment eher Ameisen im Hintern (und drei sehr bewegungslustige Bübchen….), die mich daran hindern, ruhig an den Laptop zu sitzen und zu schreiben, Bilder hochzuladen und in der Blog-Welt unterwegs zu sein. Da ich heute aber schon einen Anruf bekam, was denn los sein, der letzte Post würde schon ewige Tage zurück liegen und Fisch gabs am Freitag auch keinen, mach ich mal *piep*!

Und ich weiß natürlich auch mal wieder etwas aus der „Pleiten, Pech und Pannen-Serie der Frau Q“ zu berichten. Es betrug sich nämlich schon Ende des vergangenen Jahres, daß ich einmal zu heftig am Wischerhebbel meines Busses zog, die verflixte Wischwascheranlage wollte einfach kein Wasser auf meine komplett verschmutzte Scheibe sprühen, da machte es *krack* und das Ding hing nur noch am polyirgendwas Restchen…und Wasser war nur sehr zögerlich in feinsten Spritzern auf der Frontscheibe gelandet… Vor ungefähr zwei Wochen dachte ich dann, ich könnte den angeknacksten Wischerhebel mittels Sekundenkleber und einem Stückchen Gewebeband stabilisieren, damit er sich nicht beim nächsten unbedachten Ziehen am Hebel gänzlichst verabschiedet. Gedacht und zur Tat geschritten! Und wissen Sie was? Dieser Sekundenkleber, dieser böse, der einem in Sekundenschnelle sämtliche Finger zusammenpappt, genau dieser, der hat die eine Sekunde, die er so benötigt, bis er nicht mehr tropft, genutzt, um von der Wischerhebelbruchstelle, an welcher ich ihn auftrug, die nächsten zwei Zentimeter den Hebel runterzulaufen, um dort mal ganz gepflegt und in Ruhe die gesamte Wischwasserspritz-Elektrik lahm zu legen….und so reise ich im Moment immer mit einer großen Flasche Wasser auf dem Beifahrersitz, um immer wieder nach ein paar Kilometern anzuhalten und die verschmutze Scheibe damit zu besprenkeln, damit die Wischerblättern dann mal kurz elegant und ohne ohrenbetäubendes Quietschen die Scheibe sauberweddeln können. Und spätestens am Samstag wird dann mein halbes Fahrzeug auseinander genommen werden, damit ich in Zukunf nur noch ganz sachte und zaghaft das Hebelchen zupfen muß, um wieder den vollen Durchblick zu haben. Und nie wieder Sekundenkleber….

Ein anderes unglaubliches Ereignis in den vergangenen Tagen war, daß ich ich mir den Finger zwischen Einkaufswagen und Kassenlaufbandumrandung eingeklemmt habe. Fragen Sie nicht, wie genau das passieren konnte, aber plötzlich klemmte mein Finger zwischen allem und ich stieß einen Schmerzensschrei aus, überlegte kurz, ob ich mich vor Schmerz übergeben oder doch lieber den Vögelchen und Sternchen zusehen soll, welche eine Laufbahn um meinen Kopf gefunden hatten, widerstand der Versuchung, die Packung Tiefkühlgemüse aufzureißen und den Finger ganz weit hineinzustecken, und wunderte mich schlußendlich nur ein klein bißchen, daß die Kassiererin stoisch die Waren in einem Affenzahn über das Band jagte, so daß ich schnellstens ans Bandende eilen mußte, um meine Einkäufe davor zu bewahren, auf dem frischgefeuddelten Supermarktfußboden zu zerschellen…. und dann hat mich diese unglaubliche empathische Kassenfrau auch noch selbst die EC-Karte wieder aus dem Lesegerät ziehen lassen….dabei waren meine Finger überhaupt nicht für eine solche feine Aufgabe zu haben. Leider hatte ich dann auch keine Zeit mehr, meinen Finger in einem der großen Schneehaufen vor dem Supermarkt zu kühlen, da ich eilends das mittlere Bübchen abholen mußte.

Und dann war da noch die kaputte Glühbirne an meiner Nähmaschine…nein, nein! Keine große Katastrophe! Aber ich ging um eine neue Birne zu erstehen in den Nähmaschinen-Laden in der GroßenStadt…und da komme ich ja, bin ich einmal drin, fast nicht mehr raus. Da gibt es so feine Maschinchen!!! Ich streichelte einen Cover-Stitcher (der würde sich gut auf meinem Nähtisch machen…) und träume nun jede Nacht vom aktuellen Pfaff-Nähmaschinen-Sonderangebot „so lange Vorrat reicht“…. vielleicht sollte ich keine Auspuffteile mehr verlieren, weniger Bremsbeläge verbrauchen und keine Eigenreparaturen mehr mit Sekundenkleber an Wischerhebeln vornehmen, dann wäre vielleicht soviel gespart, daß es für das Sonderangebot reichen würde, welches dann natürlich nicht mehr vorrätig wäre…*seufz*, ja, ja, das Leben ist einfach kein Ponyhof…(oder wie eine ehemalige Praktikantin bei uns mal sprach:“S‘ Lääba isch koin Schlotzer!“ (Ü: Das Leben ist kein Zuckerzeug am Stiel!)).

In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute bei Ihnen, ich geh aufs Sofa und hoffe, daß dabei kein Unheil geschieht. Auf baldiges Wiederlesen!!

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12 Antworten to “Es ist ja nicht so,”

  1. mambooxs said

    Hätte da auch noch einen aus der Serie „Pleiten, Pech und Pannen“: Heute machen wir was Aktuelles – Obama hat ja gerade seine State of the Union Address gehalten. Nach 90-minütiger Sichtung und Analyse der mühevollst aufbereiteten Materialien dann folgende Frage eines Schutzbefohlenen: „Warum steht’n unter dem Video eigentlich 27. Januar 2010?“

  2. Der Herr Gemahl said

    Alternative Version zum Tathergang:
    1. Im Unverstand den laut einschlägigen VW-Bus-Foren extrem robusten und langlebigen Blinkerhebel (oder wie wir Experten sagen: „Lenkstockschalter“) gewaltsam abgerissen.
    2. Sekundenkleber-Inferno im Cockpit veranstaltet.
    3. Jammern, weil der Gemahl nicht schnell genug das Lenkrad samt Airbag ausbaut (wie macht man das, ohne dass das Ding explodiert???)

  3. Katja W said

    Also, es tut mir natürlich sehr leid, dass Ihnen all diese Dinge widerfahren sind. Aber ach, ich bin ja SO beruhigt, dass nicht nur MIR ständig so etwas passiert! Vielen Dank für’s (mit-)teilen!

  4. Patricia said

    Oh wei, ich hoffe, die schlimmsten Schäden sind behoben und die armen Finger haben sich vom Schmerz erholt! Meine Mutter hat mich als Kind immer gewarnt, die Finger aufs Band zu bringen, sie kenne da ein Kind, das ins Krankenhaus musste – usw …
    Aber mir geht es wie KatjaW, ich les gern bei Ihnen, weil Sie keine Mustermutti sind, sondern ich das Gefühl habe „oh, wie bei uns!“ (identifikatorisches Lesen also ;-))

    • paulaqu said

      Wie jetzt??? Üüüüch keine Mustermutti???? Dabei geb ich mir doch sooooo viel Mühe….(*gackerundaufdieSchenkelklopf*)!!!
      Naja, der Finger ist noch dran und Wischwasser sprühen geht immer noch nicht, aber das Auto fährt ja noch (im Gegensatz zu Ihrem….konnte es wiederbelebt werden??).

      • Patricia said

        Nein, es befindet sich noch auf der Auto-Intensivstation und wir errechnen schon im Geiste die astronomischen Reparaturkosten. Ich brauche einen Goldesel ;-)! (ich verleih den dann auch!)

  5. Emily said

    Manchmal ist es halt genau so! Ich schaffe es augenblicklich auch kaum, in Bloghausen unterwegs zu sein. Das Schreiben geht noch, aber das Lesen ist hier und da schon echt zur Seltenheit geworden. Leider! Aber das reale Leben geht halt vor, was will man machen. Jedenfalls war ich wieder einmal froh, bei Ihnen gelesen zu haben.

    Haben Sie ein schönes Wochenende, na ja, oder wenigstens Sonntag! Ist ja schon spät.

    Liebe Grüße, Emily

  6. paulaqu said

    @ Patricia: Also, so ein paar Dukaten würde ich Ihnen da dann schon abnehmen…..
    Und dem Vehikel gute Besserung und schnelle Genesung von einer hoffentlich weniger ernsthaften Autokrankheit!

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