werden die „Helden des Alltags“(„…Dinge, die den Alltagstrott verschönern….“) in Klein Bloggersdorf gelobt und gepriesen.

Meine abslolute Heldin des Alltags ist diese:

Sie ist mir seit vielen Jahren treu ergeben, begleitet mich überall hin (außer an Orte, an denen es zu naß ist…) und ist sehr genügsam (morgens ein bißchen am Rädchen drehen und sie tickt brav vor sich hin, ab und zu ein neues Ledergewand…keine Lust auf Batterien – FEIN!). Auf noch ganz viele Jahre, geliebte Heldin!

Mehr Helden des Alltags kann man hier treffen!

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Manche

22/04/2012

Bekanntschaften möchte ich eigentlich gar nicht erneuern….so auch die mit der Notaufnahme des Krankenhauses. Aber gestern mußte ich dann mal wieder: das mittlere Bübchen hatte einen sehr in Mitleidenschaft gezogenen Finger vorzuweisen, der nicht mit einem normalen Heftpflaster oder einem schicken Mullverband wieder zu reparieren war. Als der „Unfall“ passierte war ich natürlich nicht zu Hause, sondern sondern zur Futterbeschaffung auf Tour. Glücklicherweise konnte mich die Nachbarin ausfindig machen, die mich mit den Infos „Mittleres Bübchen-Finger geschnitten -Krankenhaus“ versorgte und mich dann mit heißen Reifen nach Hause rasen ließen. Dort angekommen fand ich einen etwas aufgelösten Herrn Gemahl vor, ein heulendes und über und über mit Blutspritzern garniertes mittlers Bübchen vor, daß einen mit einem riesen Pflaster bestückten Zeigefinger in die Höhe hielt. Ich war also erstmal Jacke und Autoschlüssel von mir, nahm das Kerlchen auf den Arm, trug es ins Badezimmer und hielt ihm die Hände unter den Wasserhahn, um mal das ganze Blut weg zu spülen und das Pflaster zu entfernen, damit ich die Verletzung selbst in Augenschein nehmen konnte, um dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Aber mir war, als ich den zweigeteilten Fingernagel, ein schöner sauberer Schnitt, gesehen hatte, klar, daß wir tatsächlich lieber der Notaufnahme einen Besuch abstatten sollten. Ich legte das weinende und wimmernde Bübchen erstmal ab, den Finger vorsichtig in einen sauberen Waschlappen gebettet, suchte geeignetes Verbandsmaterial zusammen und versuchte nebenher den Tathergang aus dem Bübchen heraus zu bekommen. Der Herr Gemahl suchte unterdessen das große Bübchen, welches uns bei der Rekonstruktion des Unfallhergangs behilflich sein sollte, sich aber mit seinem Freund verkrümmelt hatte und keine Auskunft geben konnte/wollte. Und so fuhr ich also mit dem Verletzten und einer komischen Geschichte, wie des zu dem kaputten Finger kam, los. In der Klinik angekommen mußten wir glücklicherweise nicht lange warten bis wir an die Reihe kamen und der Finger wieder ausgepackt wurde. Der diensthabende Arzt murmelte vor sich hin, daß der Finger eigentlich genäht werden müsse, aber dazu müßte dieser erstmal betäubt werden und die Spritze würde dem Kind vermutlich weh tun…er könnte die Wunde aber auch mit zwei Klammerpflastern versehen…oder aber nur einen Stich, ohne Betäubung setzen, dann müßte das Bübchen nur einmal gepiekst werden….. Ich beschloß dann, daß der Arzt bitte schön den Finger wieder ordnungsgemäß zusammennähen möge und das Kind die Bertäubungsspritze bestimmt überleben werde. Der Herr Doktor war dann auch damit einverstanden, daß genäht werden würde, und bat uns, noch kurz zu warten, es würde dann gleich weitergehen. Als der Mann in Weiß entschwunden war, schaute mich das Bübchen mit ganz großen Augen an und fragt mit etwas zittriger Stimme: „Und wo  ist hier die Nähmaschine, Mama!“ Ich mußte mir das Lachen verkneifen, und habe ihm erklärt, daß die hier keine haben, und deshalb mit Nadel und Faden von Hand nähen müssen. Einige Minuten später geleitete uns die diensthabende Schwester in einen kleinen OP (ich mußte mir die Schuhe ausziehen, fand aber den Fußdoden mit den angetrockneten Blutlachenrändern nicht wesentlich unhygienischer als meine Schuhsohlen….) und dem Bübchen rutschte das Herz in die Hose als es sich dort umsah. Und so bestaunten wir erstmal die gigantische „Wohnzimmerleuchte“ und die schöne grüne Farbe der Wände bis der Arzt mit seiner Betäubungsspritze anrückte und das Bübchen tatsächlich fürchterlichst heulen mußte als er damit zu stach. Nach wenigen Minuten war aber der Schmerz wieder vergessen als seine Hand dann auf ein hübsches, blaues Tuch gebettet wurde und er seinen Finger durch das Loch eines weiteren blauen Tuches („Hihi, wie ein Wurm in einem Apfel!“ meinte das Bübchen dazu) stecken durfte. Das Nähen an sich fühlte sich wohl nur noch wie ein Kitzeln an, denn der Patient kicherte vor sich hin und war ganz entspannt. Dann gab es noch ein paar frische Plaster und einen Brief an den Hausarzt in die genähte Hand und wir konnten schon wieder gehen. Zu Hause angekommen inspizierte ich erstmal den Tatort, um nach Hinweisen für den tatsächlichen Unfallhergang zu suchen („Ich bin auf der Mauer gesessen und dann aufgestanden und dann hat es geblutet!“ war die Version des mittleren Bübchens). Auf der Mauer lagen noch ein paar entrindete Zweige und ein Haufen kleingeschnittener Zweigstückchen. Der gr0ße Bube meinte auf unsere Frage, ob noch jemand außer ihm ein Taschenmesser oder ein anderes Werkzeug gehabt hat, daß nur er ein Messer hatte und der Nachbarsjunge eine Schere….. tja, und als das mittlere Kind erzählte, daß es die Stückchen der Zweige, die da auf der Mauer lagen, sortieren wollte, dann von der Mauer aufgestanden sei und der Finger dann geblutet hätte, war uns dann auch klar, daß der rechte Zeigerfinger, das Bübchen ist Rechtshänder, konnte sich also nicht selbst geschnitten haben, aus Versehen mit in die Schere geraten sein muß….und der mittlere Bube hat es wohl wirklich nicht realisiert, daß sein Finger mitsamt den Zweigstückchen geschnitten wurde und deshalb erzählt, daß es plötzlich geblutet hat und er nichts gemacht hat…. und wahrscheinlich war diese Gartenschere auch eher unerlaubterweise mit im Spiel! Nun werden wir noch ein paar Wochen mit dem durchgeschnittenen Fingernagel unseren Spaß haben und dann wird die ganze Sache hoffentlich vergessen sein. Und nie wieder gar gar nicht Gartenscheren in Kinderhände, daß hat das große Bübchen jetzt wohl auch verstanden.

Ich wünsche Ihnen noch einen wundervollen, unblutigen Restsonntag!

Ins Netz gegangen

20/04/2012

ist diese freundliche Filzsprotte!

Schnell an Land gezogen….

…und mal hübsch drapiert.

Mehr Freitagsfischgetier tummelt sich wieder bei Frau Andiva!

ist nun befüllt. Wer dringend Klamotten in Größe 92 benötigt  ist herzlichst zum Stöbern eingeladen (oder schicke wahlweise seine Mami vorbei 😉 ).

Frau Q's Kruschtladen

 

Das Strickkleid ist – wieder erwarten- nun doch fertig geworden. Aber ich bin noch nicht damit fertig….leider hatte ich, wie ich nun festgestellt hatte, leider Wolle aus zwei untrschiedlichen Färbegängen…und das ist nun am (hängenden) Kleid ganz deutlich zu sehen! In Knäulform fiel die unterschiedliche Farbe überhaupt nicht auf, am Kleid dafür um so mehr. Leider hat es das obere Vorderteil voll erwischt und ich muß es noch mal aufribbeln und dann bei den verbliebenen Knäulen testen, welches die „passende“ Farbe ist. Ich bin also etwas enttäuscht….und beim nächsten Mal weiß ich, daß ich die Etiketten genauestens prüfen muß, bevor ich anfange zu stricken!

Und hier noch das (nur zusammengesteckte) Kleid:

 

Ansonsten werde ich wohl die Träger noch ein gutes Stück länger machen müssen und das gute Stück noch ordnungsgemäß zusammennähen (das mag ich am Stricken am allerwenigsten, das Zusammennähen….). Und dann darf bitte sehr auch mal der Frühling hier auf die Alb kommen, damit ich das Kleid zu passendem Wetter tragen kann.

 

„Verehrteste!

15/04/2012

Füttern Sie mal wieder Ihren Blog!“ sprach heute der Herr Gemahl. Und ich bekam ein ganz schlechtes Gewissen….armer, kleiner, hungriger Blog. Dabei hätte ich so viel Futter für ihn, aber hier waren Ferien…und ich hatte so schrecklich, schrecklich viel zu tun. Und ich habe das Gefühl, ich habe gar nichts gemacht. Stimmt natürlich so nicht, aber irgendwie ist die To-Do-Liste immer noch sehr lang.

Und außerdem war das Wetter die letzten Tage soooo schlecht („Aber genau deshalb wäre doch auch Zeit zum Bloggen gewesen, Verehrteste!“). Na ja, aber  zwischendrin hat es ja auch mal nicht geschneit oder geregnet, da mußten wir doch unbedingt mal aus dem Haus! Und von unterwegs bloggen is nich („Aber Sie haben doch extra die Kamera mit rum geschleppt, so daß Sie wundervolle, blogbare Photos mit brachten!“). Aber dazu hätte ich mich ja mal in Ruhe hinsetzen müssen, ohne die zweihundertzwölfzig Rufe „Maaaaamaaaaa! Ich brauche jetzt sooooofort…./Der da hat dasunddas getan…. Maaaamaaaa! Jeeeetzt!“, die mich immer wieder sofort vom Computer hinweg befohlen haben.

Nun, ich habe natürlich einiges gemacht, wie ich anhand der Photos feststellen konnte:

Das Wetter bewundert.

 

 

 

Unsere Kaulquappen haben eine größere „Wohnung“ bekommen:

 

Familie Q wird in absehbarer Zeit eine Außenresidenz in Form einer Terrasse haben, auf welcher sie dann den Sommer (falls es hier je warm werden sollte….) verbringen wird.

 

Zumindest gibt es für den weiteren Bau jede Menge freiwillige Helferlein.

 

Im Hausinneren wurden Schäumchen gebacken und verspeist.

 

Etwas genäht.

 

Ein klein wenig gearbeitet.

 

Ein Schnittmuster ausgedruckt und noch nicht zusammen gepuzzelt.

 

Außerdem habe ich mal wieder mein Arbeitszimmer aufgeräumt und geputzt. Das ist ein Event, dem unbedingt gehuldigt werden muß, denn es kommt nicht allzu oft vor (Sie glauben gar nicht, welche Menge an Staub sich auf 20qm ansammeln kann….). Und ich habe mir vorgenommen nichts Neues mehr zu sammeln und nur unbedingt nötige Dinge aufzuheben. Außerdem werde ich ab sofort alles immer umgehend (!) an den richtigen Platz aufräumen und nie mehr Dinge auf dem Schreibtisch zu schwankenden Türmen aufbauen, alle Papierdinge immer sofort abheften oder erledigen und keinen neuen Stoff mehr einkaufen, bis wieder alles in die Kommode paßt *hust*…. (…und immer die Finger schön über Kreuz halten, da hinten auf dem Rücken….dann lügt es sich besser selbst in die Tasche…..).

Außerdem haben der Herr Gemahl und ich es endlich geschafft, die Lohnsteuerjahreserklärung für das Jahr 2009 fertigzustellen….das Finanzamt ist ganz scharf auf das Ding und hat uns wegen der Abgabe schon extra einen Brief geschrieben. Liebes Finanzamt, bald bekommst Du Post von uns!

Am vergangenen Freitag gab es hier im Dorf wieder mal einen Bastelnachmittag für die Kinder. Diesmal durften sie Trockenfilzen. Und die Mamis durften auch mitmachen. Und was soll ich sagen….ich glaube, ich bin schon süchtig (soviel zu „Nix Neues mehr ansammeln“…..). Ich brauche jetzt unbedingt einen großen Sack voll bunter Wolle! Und wenn es dann wieder warm wird werde ich mich auch mal am Naßfilzen versuchen (die verehrte Madam Swig hat mir liebenswürdigerweise ein sehr nettes, anregendes Buch über die Technik des Filzens zukommen lassen, vielen lieben Dank dafür!!).

Außerdem ist das STRICKKLEID FERTIG, also fast….vielleicht kommen ja noch die Heinzelmännchen und nähen es mir heute nacht zusammen…. 🙂 .

Und nun werde ich noch ein Stück des heute abend gebackenen Apfelkuchens kosten (ich bin ja schon seit Jahren auf der Suche nach DEM  Apfelkuchenrezept, aber bislang noch nicht fündig geworden…und so ist jeder Apfelkuchen immer wieder eine kleine Überraschung) und mich dann zur Ruhe begeben, denn ab morgen herrscht hier wieder Alltag und das bedeutet: Früh aufstehen, viele Termine, genaue Absprachen mit dem Herrn Gemahl, wer wann die Kinder abholt, schnelle Mittagessen und wieder Hausaufgaben (wer hat sich die bloß ausgedacht??).

Gute Nacht!

Dieser Fisch darf sich heute seines Lebens sicher sein: er wäre einfach zu fusselig zwischen den Zähnen!

 

Danke an die Strickerin, das Fischlein fühlt sich hier sehr wohl! Mehr Fisch wieder bei Frau Andiva.

 

 

Heute: Getier.

04/04/2012

Der Sonntagabend-Affe wohnt nun auf auf einem dem großen Bübchen passenden Ringelshirt.

Und auf unserem Balkon gastieren ein paar freundliche Kaulquappen. Sie haben es sich in einer Emailschüssel gemütlich gemacht und werden von der gesamten Familie Q geliebt und gehätschelt.

Ansonsten sind hier Osterferien und ich habe ab morgen auch (endlichendlich) ein paar Tage frei. Allerdings sind die Wetteraussichten für die nächsten anderthalb Wochen eher bescheiden. Mir wäre das ja weitgehendst egal, aber die Bübchen führen sich schon nach einem halben Tag Regen auf wie die Tiger im Käfig….*fauch*. Ich werde mir also wieder irgendwas überlegen müssen, um mir wenigstens minutenweise etwas Ruhe zu verschaffen. Oder darauf hoffen, daß die Wetterfrösche nicht richtig liegen.